Beiträge von Tobi

    Da sollte man mal die Verantwortlichen der Verbünde, der Verkehrsunternehmen und auch der Politik mal auf dieses Manko hinweisen. Es kann doch nicht sein, dass an einer Verbundgrenze nur für einen Verbund Fahrkarten gekauft werden können. Hier mal ein positives Beispiel: Am Hbf Landau findet man 2 Fahrkartenautomaten: 1 Automat für KVV-Tickets und 1 Automat für VRN-Tickets.

    Ich hab diesbezüglich mit dem VRN Kontakt aufgenommen. Die sagen ganz klar: Homburg ist SaarVV und darf mit VRN-Ticket eigentlich nur durchfahren werden. Homburg ist als keine "echte" VRN Wabe. Alles andere, zB Fahrten in Richtung Kusel oder über Zweibrücken hinaus wird mit Übergangstarif abgedeckt und den gibt es am Fahrscheinautomaten ja zu kaufen.

    In der Mail des VRN stand wenigstens eine ehrliche Antwort: es geht nur um die Kosten. So lange sich niemand findet, der die Kosten trägt, bleibt alles wie es ist. Und da das Saarland ja nicht gerade pro ÖPNV und mehr oder weniger "mittellos" ist, wird sich da wohl nicht so viel ändern.

    Da wir jetzt zu sehr vom Thema Wabenplan /Tarif abkommen, habe ich daraus mal ein eigenes Thema gemacht.


    Für mich ist der SaarVV nicht anderes als eine Tarifgemeinschaft. Das einzige, was der SaarVV mit einem echten Verkehrsverbund gemeinsam hat, sind der Tarif (= 1 Ticket, mit dem in den gewählten Waben alles nutzen kann), Marketing und die Hotline. Die Fahrplanauskunft und vor allem die neue Saarfahrplan-App sind sehr gut. Das Tarifsystem klammern wir hier mal aus, denn da bringt man ja nicht mal ein einheitliches Layout der Fahrscheine fertig.


    Ich habe und werde wohl nie verstehen, warum wir im Saarland, diese vielen Instanzen haben:


    • Verkehrsministerium
    • SaarVV
    • SNS
    • ZPS
    • Aufgabenträger

    Das Ministerium ist klar, das brauchen wir. Aber warum übernimmt der SaarVV nicht die Aufgaben des ZPS und die der Aufgabenträger? Warum lässt man es zu, dass Ausschreibungen von Landratsämtern erstellt werden, in denen die Mitarbeiter im schlimmsten Fall den Begriff "ÖPNV" erst mal über Google suchen müssen? Wobei ich aber sagen muss, dass die Ausschreibungen im Landkreis St. Wendel und im Saar-Pfalz-Kreis vom Grundsatz her gut durchdacht waren und einen Vorbildcharakter haben, gerade was das Thema Besitzstandswahrung und Übernahme von Mitarbeitern des vorherigen Betreibers angeht. Die zuständigen Mitarbeiter dieser beiden Landkreise haben wirklich was drauf, vor allem schauen sie über den Tellerrand hinaus und sind offen für Neuerungen.


    Zurück zum SaarVV:

    Hätten wir ein großes Bundesland wie Hessen, dann würde die Gründung von Lokalen Nahverkehrsorganisationen (zB RTV, traffiq, DADINA, ...) Sinn machen. Aber wir leben in einem Bundesland mit 6 Landkreisen, den Regionalverband mitgezählt. Brauchen wir da diese aufgeblähte und komplizierte Struktur?


    Meiner Meinung könnte der SaarVV folgende Aufgaben übernehmen:

    • Ausschreibungen Bahnverkehr in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium, betroffenen Verbünden, ...
    • Ausschreibungen Busverkehr in Zusammenarbeit mit den Landkreisen
    • Hilfestellung für Kreise und Gemeinden rund um den ÖPNV
    • Zentrale Bearbeitung von Abos und Fertigung der eTickets an EINER Stelle
    • Schaffung von einheitlichen Mindeststandards für die eingesetzten Fahrzeuge
    • Stichprobenartige Fahrscheinprüfung in ALLEN Bussen und Bahnen
    • Überwachung der Ausschreibungsvorgaben samt einheitlichen Vertragsstrafen, auch bei kommunalen Betrieben
    • Gestaltung von Fahrplanmedien, darunter auch Fahrplanbücher für die einzelnen Landkreise und Ausweitung von "Saarland in Time"
    • Einheitliche Vorgaben für Aushangfahrpläne: alleine bei der NVG gibt es mindestens 3 verschiedene Varianten an Aushangfahrplänen
    • Schaffung von integrierten Fahrplänen, bei denen Anschlüsse zwischen unterschiedlichen Betreibern und unterschiedlichen Verkehrsmitteln besser berücksichtigt werden
    • Einheitliche Gestaltung der Fahrscheine, zumindest was Vorverkaufsstellen und Verkauf im Bus angeht. Aber auch bei Automatenfahrscheinen, insbesondere von DB und vlexx, ist deutlich Luft nach oben
    • ...

    Das sind jetzt nur die Punkte, die mir spontan eingefallen sind. Seit Ende letzten Jahres befasse ich mich verstärkt damit.

    Es war vor Jahren mal im Gespräch, dass der VRN den SaarVV übernehmen würde. In Sachen Tarifsystem wäre das ein guter Schritt gewesen. Was ich aber nicht verstehe: zum die rnv zum Beispiel nutzt als Bordrechner den AFR4, so wie ihn im SaarVV ALLE Unternehmen haben. Allerdings schöpft die rnv nur einen Bruchteil dessen aus, was der AFR4. Ich hab mal mit einer Kollegin darüber unterhalten.


    Übrigens kann man in Homburg gar keine "echten" VRN-Tickets lösen: es gibt keinen extra Automaten und die Automaten der DB kennen nur den ÜT, der ja in Lambrecht endet. In der App gehts aber ganz legal: Preisstufe 7 ab Homburg, alle Ticketarten. Bevor wir die genutzt haben, sind wir immer ab Bruchmühlbach-Miesau gefahren.

    Ich denke die Jahreskarten sind der falsche Ansatz, wenn man dort ein günstiges Saarland ticket einführen möchte. Man muss mehr Gelegenheitsfahrer vom ÖPNV überzeugen.

    Jein. Am besten wäre es natürlich, wenn man das Preisgefüge und die Tarife für ALLE interessanter macht. Bei der Aussage, dass man den ÖPNV gerade für Gelegenheitsfahrer interessanter machen muss bin ich ganz bei Dir. Denn nur so kann aus einem Gelegenheitsfahrer ein Stammkunde werden. Wenn man nun eine Änderungen bei den Zeitkarten vornimmt löst aber auch das einen positiven Effekt aus. Ich bastele jetzt einfach mal ein Beispiel, abgeleitet vom Senioren-Ticket: anstatt der bisher Irrsinnigen 224,10€ pro Monat für eine Karte in Preisstufe 10 könnte man die Zahl der Preisstufen doch deckeln. Beim Senioren-Ticket gibt es 1-3 Waben, ab der 4. Wabe hat man eine Netzkarte. Warum macht man das bei anderen Zeitkarten nicht genauso? Wenn mir jeamdn sagen würde: "Für 120,-€ pro Monat bekommst du eine Abo-Karte, mit der Du im ganzen Saarland fahren kannst. Am Wochenende, an Feiertagen und unter der Woche Abends ab 19:00 Uhr können 2 Erwachsene kostenlos mitfahren." Ganz ehrlich? Ich würde mein Auto abmelden, wenn ich nicht drauf angewiesen wäre. Aber irgendwie muss ja der Busfahrer, der morgens den ersten oder abends den letzten Bus fährt auch zur Arbeit kommen.


    Und das würde sich rumsprechen, ratzfatz. Auch so kann man Leute dazu bringen, den ÖPNV zu testen.


    Bei der Großwarbe Daarbrücken ist das Problem, dass diese subventioniert wird. also fahrten innerhalb sind günstig, wenn man am Rand wohnt und in die Nachbargemeinde Altenkessel bzw Klarenthal / Völklingen oder Bübingen / Kleinblittersdorf faren möchte wird es direkt teuer.

    Da die Großwabe Saarbrücken beim ein- und ausbrechenden Verkehr wie 2 Waben gezählt wird, wird es für alle die rein oder raus wollen teuer. Auch an dieser Großwabe wird wohl oder übel gerüttelt werden müssen. Oder man muss andernorts auch solche Großwaben einführen. Wer von Neunkirchen in die Stadtteile Hangard oder Münchwies möchte muss immerhin auch 2 Waben bezahlen. Wer von Stennweiler aus in den direkten Nachbarort Welschbach fahren möchte muss 3 Waben lösen, weil die Zähllinie durch die Wabe Ottweiler verläuft. Selbst wenn man nur 3 Haltestellen fährt darf hier auch keine Kurzstrecke gelöst werden, weil mehr als eine Wabengrenze passiert wird. Das ist dann so ein Beispiel, wo RegioBusR10 dann wieder Recht hat: Wabenplan und Linienplan driften voneinander ab.



    Man müsste bei den Einzelfahrten das Warbensystem komplett abschaffen und nach km (Luftline) abrechnen. Gedeckelt durch einen Mindestbetrag von 1 € und in den Großwarben eine Grenze nach oben.

    So schlecht ist das Wabensystem an sich gar nicht, es müsste nur neu ausgerichtet werden. Näher an die Realität, näher an das bestehende Liniennetz.

    Wie ist sowas denn möglich? Ich dachte, es zählen die durchfahrenen Waben. =O

    Blieskastel - Gersheim: 4 Waben

    Blieskastel - Herbitzheim: 5 Waben


    Und dabei ist es egal, welchen Zähllinien ich folge. Die genannte Haltestelle "Saargemünder Straße" liegt halt etwas blöd und gehört laut Karte eindeutig zu Herbitzheim.

    Genau genommen müssten die Fahrer jedem Fahrgast, der nach Gersheim möchte, die Umfahrt über Herbitzheim kassieren - auch wenn nur eine Haltestelle dieser Wabe angefahren wird. Die Frage ist, ob eine solche Umfahrt überhaupt im AFR4 hinterlegt ist. Denn an Umfahrten bzw. Auswahlmöglichkeiten mangelt es nicht selten.

    Wenn ein Fahrgast mit der 301 von Merchweiler nach Wahlschied oder Heusweiler möchte, muss ich auch die Umfahrt über Quierschied (weil die Linie über Göttelborn fährt) wählen. Denn auf dem Linienverlauf wird eine Wabe mehr durchfahren, als auf dem kürzesten Weg.

    Solange das Wabensystem die Linienverläufe ignoriert,
    Strecken unter 1km wegen Wabengrenzenüberschreitung überteuert sind,
    Teilstrecken teurer sind, als eine längere Strecke (wegen der Wabenanordnung),

    muss dringend das Wabensystem überarbeitet werden.

    Das steht außer Frage. Ich kenne keinen Verbund, an dem sich Waben, Preisstufen oder Tarifzonen an den Verläufen der Linien orientieren. Unser Wabensystem im SaarVV orientiert sich an der Zähllinie und damit lässt sich recht einfach der Fahrpreis ermitteln. Allerdings ist meiner Meinung nach der Grundpreis für eien Wabe schon zu hoch und der Aufpreis für jede weitere Wabe total überzogen. An einer Optimierung des Wabenplans wird schon länger gefeilt, aber da kommen eben wieder viele Dinge zusammen. So lange das Land und die Aufgabenträger keine zusätzlichen Mittel locker machen, kommt da auch keine Bewegung rein.

    Auf diesen Zeitungartikel agb es auch eine Antwort: Saarbrücker Zeitung: Viel Llob, aber auch Kritik an Vorschlägen für neue Tarife im Saar-VV. Der Hauptgeschäftführer der Arbeitskammer Thomas Otto sieht den ersten Ansatz ebenso positiv wie der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald (CDU). Und auch beim VCD war man wie bei den Grünen überrascht, dass endlich Bewegung in die Sache kommt. Saar-Grünen-Chef Markus Tressel verweist aber daruf, dass eine Reform des Wabensystems (aktuel 140 Waben) nötig sei. Er verwies auf Stuttgart, wo 52 Tarifzonen auf 5 reduziert wurden. Auch VCD-Experte Ried meint: "Weg mit den Waben!"


    Elke Schmidt, Geschäftsführerin der Saarländischen Nahverkehrs-Service GmbH (SNS) stellt sich hinter das Wabensystem. Gerade die viele Waben ermöglichen "eine hohe Differnzierung bei der Entfernung " und somit im Prinzip faire Preise.

    Eine saarlandweit gültige Jahreskarte zu einem akzeptablen Preis wäre mal was. Für spontane Fahrten, die nicht von der bestehenden Jahreskarte abgedeckt sind, ist der ÖPNV aktuell einfach viel zu teuer. Wenn ich überlege, dass mich ein kurzer Ausflug nach Völklingen oder St. Ingbert jeweils fast 5€ kosten würde, und das nur für eine lächerliche Wabe. Ist doch logisch, dass man da das Auto nimmt (oder gleich zuhause bleibt).

    Eine Überarbeitung ist zwingend erforderlich und längt überfällig, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Meiner Meinung nach müssen auch die Preise für Einzelfahrscheine und Anschlusswaben gesenkt werden, denn wer nutzt die am häufigsten bei vollem Preis? Gelegenheitsfahrer. Und das was ist deren erster Eindruck, wenn die für eine Fahrt von St. Wendel nach Hoof (Stadtteil von St. Wendel) 3,60 € berappen müssen? Viel zu teuer, mache ich nur zur Not. Damit ist schon ausgeschlossen, dass sich diese Kunden überhaupt über günstigere Angebote wie z.B. Rabatt durch die SaarVV-Card informieren und öfter den ÖPNV nutzen.


    Aus Gelegenheitsfahrern können nur dann Stammkunden werden, wenn sie mit Preis und Leistung zufrieden sind.

    Ich frage mich ernsthaft wie eine Alternative aussehen soll. Ein Saarland Ticket ?

    Vielleicht beantwortet das hier deine Frage: SR Kollegengespräch: "Ein guter Einstieg in die Diskussion"


    Dort heißt es, dass die Wabenstruktur für Einzelfahrscheine weiterhin Anwendung finden soll, wobei man das Wabensystem an sich überarbeiten wird. Für Zeit und Tageskarten sollte dann wohl gelten: Ein Land, ein Ticket. So habe ich das jedenfalls verstanden.

    Der Saarländische Rundfunk berichtet auf seiner Homepage, dass es ernsthafte Überlegungen zu einer Überarbeitung des Wabensystems im SaarVV gibt. Damit verbunden wären Änderungen des kompletten Tarifsystems. Ein Gutachten zeigt, dass der bereits mit 5 Millionen Euro Zuschüssen pro Jahr ein deutlich besseres und übersichtlicheres Tarifsystem angeboten werden könnte. Aber auch mit weniger Geld wären deutliche Verbesserungen für die Nutzer möglich. Mit Unetrstützung der Landkreise wären auch Verbesserungen insbesondere bei Angeboten für Schüler oder die Einführung eines Sozialtickets möglich. Damit könnte man den ÖPNV attraktiver machen, denn laut Artikel fahren über 60 Prozent der Menschen im Saarland nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Liniennetz an sich kommt laut Gutachten sogar echt gut weg.


    Link zum Bericht: SR.de: Ade Wabensystem?

    Link zum "aktuellen Bereicht" vom 23.01.2019: SR Mediathek


    Allerdings habe ich jetzt nicht verstanden, wie eine Überarbeitung des Tarifsystem mit der hausgemachten Personalnot bei der SaarBahn zusammenhängt...


    Persönliche Meinung: auch wenn einige Verbände dieses Gutachten in sozialen Netzwerken schon jetzt in der Luft zerreißen, sehe ich das etwas anders. Wir alle hier wissen, dass sich im saarländischen ÖPNV einiges tun muss. Eine Vereinfachung des Tarifsystems ist zwingend erforderlich, denn oftmals sind Fahrgäste unbewusst mit falschen Tickets unterwegs. HIer gibt es dann aber zwei Varianten: einige kaufen Tickets für den kürzesten Weg und befahren damit Strecken, auf denen eine Umfahrt erforderlich wäre während andere gezwungermaßen Umfahrten lösen müssen, die sie eigentlich gar nicht brauchen. Aktuell ist der SaarVV viel zu teuer, zu unübersichtlich und das Preis-/Leistungsverhältnis... da reden wir besser gar nicht drüber. Ich für meinen Teil bin froh darüber, dass das Thema endlich in der Landespolitik ankommt und behandelt wird. Es sollte aber klar ein, dass Neuerungen schrittweise erfolgen müssen und die Frage der Finanzierung geklärt werden muss.

    Grund für alles: Sachbearbeiter "Saarfahrplan" fällt Anfang Nov18 aus, Vertretung gibt es nicht - mehr ist/war es nicht.... (reicht aber)

    Eigentlich ist das ja schon etwas peinlich. Als nicht, dass der Sachbearbeiter krank wird - das ist ja menschlich. Aber dass es da niemanden gibt, der ihn zumindest vorübergehend vertreten kann? Ich finde das seltsam, irgendwie so wie gewollt, aber nicht gekonnt.

    SaarVV begründet das mit "aufgrund technischer Störungen". Eine sehr nett umschriebene Ausre... Argumentation.

    Bei den Verkehrsunternehmen gibt es natürlich keinerlei Informationen darüber.

    Ärgerlich für Kunden und Fahrpersonal.

    Die NVG hat inzwischen auf den DFI's am Stummdenkmal und am Hauptbahnhof entsprechende Lauftexte eingeblendet. Aber das sind eben nur 2 Haltestellen und einem riesigen Netz. Dass die Saarbahn hiervon nicht betroffen ist, verstehe ich ja noch: hier werden durch das eigene RBL die Daten anders erfasst. Interessant finde ich hingegen, dass zum Beispiel Saar-Mobil, Lay und DB Regio Bus scheinbar nicht betroffen sind. Letztere werden jedenfalls nicht in dem Artikel erwähnt, ebenso wie die VVB.

    Betroffen ist übrigens auch die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn.

    Korrekt, alle Apps oder Plattformen, die auf Hafas zugreifen, schauen sprichwörtlich in die Röhre. Abgesehen von den fehlenden Echtzeitinformationen fehlen auch die statischen Fahrplandaten. Deswegen werden KEINE Fahrten oder Verbindungen der betroffenen Unternehmen angezeigt - weder an den DFI's, noch in den Apps oder im Internet.


    Für mich als Fahrer aktuell schwierig, im Bezug auf Linien der NVG Auskünfte zu erteilen. Denn laut Fahrplanbuch von 2013 fährt die Linie 307 noch bis Schiffweiler Altenheim, die 301endet in Merchweiler, Wemmetsweiler oder Illingen und die Linie 308 hat auch noch einen anderen Laufweg... So leid es mir für die Kundschaft tut: ich kann nur mit dem Werkzeug arbeiten, was ich zur Verfügung habe.

    Als obsolet würde ich es nicht bezeichnen, da Unternehmen (bei korrekter Auswertung) sehen können welche Fahrer die Verfrühungen nicht abwarten.


    Glaub mir, da haben die Unternehmen viel genauere und einfachere Möglichkeiten - und zwar schon die ganze Zeit, seit der RBL Light in Betrieb ist.


    Da man ja fleißig die Fördermittel er EU verbaut und noch vorhandene Haltebuchten zupflastert ergeben sich immer weniger Möglichkeiten, um eventuelle Verfrühungen abzuwarten ohne den rückwärtigen Verkehr zu behindern. Das ist halt so ein Punkt, an den niemand so richtig gedacht hat.

    Nach längerer Funkstille gibt es mal wieder ein paar Neuigkeiten:


    Der DB 19-533 hat bereits im Oktober letzten Jahres den Besitzer gewechselt. Der im Oktober 2016 neu gegründete Verein "HistoBus Saarland e.V.", der aus dem Arbeitskreis Bahnbus hervor ging, hat das Fahrzeug von den Naherverkerhsfreunden übernommen. Das Ziel belibt unverändert: der Wagen soll wieder rollen!


    Ende 2016 musste der O 307 kurzfristig umziehen: von Wellesweiler ging es nach Losheim, wo er nun untergebracht ist. Die Überführung auf eigener Achse verlief insgesamt gut, bis auf eine klitzekleine Panne: in Nunkirchen, unweit seiner früheren Heimat, bliebt der Bus plötzlich stehen. Die Gänge ließen sich nicht mehr schalten. Ein Schock für die Vereinsmitglieder, die samt Werkstattwagen unterwegs waren. Dann gab es Entwarnung: der Stand der Kupplungsflüssigkeit war zu niedrig. Flüssigkeit aufgefüllt, weiter ging es nach Losheim.


    Aktuell laufen vorbereitende Maßnahmen: dem Verein stehen Räume zur Verfügung, die zum Einlagern der zahlreichen Ersatzteile genutzt werden sollen. Wenn deren Ausbau fertig ist, wird der Oldie "leer" gemacht und die sanierung des vorderen Teils beginnt. Am Heck müssen noch Kleinigkeiten gemacht werden.


    Es geht nur zäh voran, aber es wird. Schuld daran sind unter anderem organisatorische Dinge und Verzögerungen bei der Eintragung des Vereins. Aktuell ist der Verein im Internet nur bei Facebook vertreten. Wer mehr erfahren möchte, wird -auch ohne Registrierung- auf der dortigen Seite des Vereins fündig: HistoBus Saarland e.V. bei Facebook

    Einj riesiges Manko ist die Tatsache, dass auf den neuen e-Tickets keine Angaben zur Fahrklarte zu finden. Kein Geldungsbereich, keine Fahrkartenart, keine Gültigkeit. Sollte es mal zu Aufall des Druckers kommen heißt es: freie Fahrt für alle Fahrgäste mit blau-weißen Plastikkärtchen. Egal wohin, egal wo lang. Sowa kann ich nicht nachvollziehen.

    Meiner Meinung hätte es absolut ausgereicht, wenn man die Plastikkarten beibalten und überabrietet hätte: dickeres Material, das nicht so schnell bricht. Dann noch Geltungsbereich und Gültigkeit besser hervorheben, ein paar Sicherungsmerkmale einbauen und gut wäre es gewesen. Wenn man jedes Jahr zur Verrlängerung ein aktuelles Passfoto verlangt hätte, dann wäre das schon ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Aber da draußen fahren Teenager rum, die ein Foto aus der Grundschulzeit auf der Karte haben. Die aktuellen Karten waren auch einfach zu dünn und sind schnell zerbrochen, auch die Ersatzkarten. Über Jahre hinweg hat man hier nicht nachgebessert.


    Geltungsbereich, Umfahrt und Zusätze wie "Abo-Fun" müssten deutlicher hervor gehoben werden. Hier hätte man ohne große Probleme bei anderen Verbünden wie dem RMV was abgucken können, dort ist das e-Ticket nur eine Zusatzfunktion.


    Ich stehe der ganzen Sache mit den e-Ticket skeptisch gegenüber. Nächste Woche wird sich zeigen, ob es funktioniert. Die Mehrheit der Fahrer wird der Pünktlichkeit und der Anschlüsse zu liebe wohl auf eine ausführliche Kontrolle verzichten, was dem Fahrpersonal nicht mal anzukreiden wäre. Die Fahrzeiten sind so schon oft nicht einzuhalten, beim Barzahler entsteht schon Verspätung. Und zusätzlich sollen jetzt noch die e-Tickets geprüft werden? Na dann...